Laufen · MTB

Duathlon 2aceri – von Toscolano auf den Monte Pizzocolo

 

Eine Woche nach der Rando Imperator scheint die Regeneration ganz gut verlaufen zu bikesein. Ich entscheide mich für den Duathlon erst kurz vorher, denn es ist schon das 3. Event an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden … naja, ich weiß nicht … die Worte meiner Mutter hatte ich immer noch in den Ohren: „Warte nur, wenn du mal so alt bist wie wir (75 und 80), dann wirst du ein ‚Wrack‘ sein!“ Hilfe! Ok, ok, nach dem Duathlon ist K640_pfeilerst mal Pause, etwa 6 Wochen bis zum Celtman, dann nochmal 6 Wochen bis zur 1001 miglia … Doch ganz vernünftig, oder?
Jedenfalls ist das heute meine erste Duathlon-Erfahrung: von Maderno mit dem MTB  12km bei 750 Höhenmetern. Wunderschön: Start vom Ufer des Gardasees, Einzelstarts alle halbe Minute. Es geht dann durch das Val delle Cartieri, hinauf nach Gaino und dann bis an den Talschluss, dann wird es ernst, steilste Rampen bis hinauf zum Palazzo Archesane. Hier erfolgt der Wechsel auf die Laufstrecke: auch hier sind 750 Höhenmeter zu überwinden bei 6 Kilometern, rauf auf den Passo di Spino und hinauf auf den Monte Pizzocolo mit seiner traumhaften Aussicht auf den Gardasee.

Der Duathlon ist wahlweise als Einzelkämpfer möglich oder als Staffel. Heute stehen etwa 150 Athleten am Start, ungefähr 50, die die gesamte Strecke zurücklegen, darunter auch ich. Hermann macht seinen eigenen „Duathlon“ und fährt mit Rad aufwärts und möchte den massigen Berg über den Ostkamm bezwingen.

Da ich mich so spät angemeldet habe, bin ich schon wieder mal „incognito“ unterwegs. Als 5. Starterin mitten unter Männern. Die anderen vier Frauen starten etwa 15 Minuten nach mir. Die 320km der Bozen-Ferrara-Rando spüre ich gar nicht mehr in den Beinen. Die Fahrt ins Val delle Cartieri ist sehr schön, dann geht es auch schon hinauf.Durch die steilen Rampen gewinnt man schnell an Höhe. Ich überhole sogar einen Athleten, der vor mir gestartet ist und werde von garnich sooo vielen anderen überholt. Es ist auf jeden Fall keine Frau drunter. Ich hatte mit etwa 1,5h für den Bike-Split gerechnet, bin dann nach 1h10 Minuten oben.  In meinem Kopf fängt es an zu arbeiten: Wenn keine Frau nachkommt … Vielleicht werde ich dann doch nicht letzte …!  Und schon bin ich auf der Laufstrecke. Die meisten Höhenmeter sind gleich am Anfang bis zum Passo di Spino und so gehe und laufe ich abwechselnd. Die halbe Strecke ist recht schnell im Schatten K640_13241274_1224629517549276_8171433322479346427_nzurückgelegt und immer noch keine Frau in Sicht. Auch wenn ich als erste Frau ins Ziel komme, ich werde sicher nicht auf dem Sieger-Treppchen stehen, denn die Konkurrentinnen sind ganz andere Kaliber. Durchtrainiert und sehr athletisch und haben schon ganz andere Rennen gewonnen … Und auf einmal ist sie da … nein, nicht die Frau, sondern die traumhafte Sicht auf den Gardasee unter mir. Der Gipfel steht vor mir. Es wird wieder etwas steiler und steiniger und so gehe ich zwischendurch wieder mal. Nur noch 500 Meter. Ich drehe mich um und da sehe ich sie … die nächste Frau … Ich fange wieder an zu laufen, mindestens als erste durch die Zielfahnen laufen … Das schaffe ich, weiß aber, dass Silvia über 15 schneller war als ich. Die zweite Frau kommt erst ziemlich später ins Ziel, gab mir aber noch 6 Minuten, sie war schneller mit dem Rad, ich dafür auf dem Lauf. So bin ich glückliche Dritte. Zugleich mit mir kommt auch Hermann von der anderen Seite auf den Gipfel. Mit dem Bike-Split bin ich super zufrieden, mit dem Lauf auch, denn mit den  wenigen Kilometer, die ich in den letzten Monaten gelaufen bin, kann ich mehr als zufrieden sein. In der Gesamtwertung bin ich 37. von 54 Gipfelstürmern. Und ich darf zweimal aufs Siegertreppchen: Als 3. in der Frauenwertung und als 2. in der Altersklasse. Und ich kann wieder mal helfen,  meine Familie zu ernähren *grins*: bei der Preisverteilung  gibt es Nudeln, Tomatensauce, Ölivenöl und Wein.
Danke dem Team 2aceri für die tolle Organisation!! Das war nun nach dem Xgardaman das 2. Event, das ich finishen durfte und wird sicher nicht das letzte sein …

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Eigentlich …  Die Tour könnte man eigentlich auch ganz gemütlich machen … Warum eigentlich nicht?

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