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Randonnée delle Dolomiti di Brenta

05.06.2016

Wunderschöne Randonnée rund um das Brenta-Massiv (200km/ 3450Hm) –
Danke, Fabio, für die super Organisation!! Fabio Albertoni, selbst begeisterter Radfahrer hat schon mehrere Brevets organisiert, darunter u.a. die jährlich um die Wintersonnenwende, also kurz vor Weihnachten, stattfindende Randonnée rund um den Gardasee, nachts, genannt „randonnée del solstizio d’inverno“.

Nun aber zurück zur Brenta-Umrundung:
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Der Rundkurs führt fast ausschließlich durch den Adamello-Brenta-Nationalpark, einer
sagenhaften Umgebung, die dem Radfahrer einen engen Kontakt mit der Natur ermöglicht. 200 Kilometer, das hört sich nach nicht sehr viel an in der Welt der Brevets, dürfen aber keinesfalls unteschätzt werden; denn der Höhenunterschied von fast 3500m hat es in sich. 20160605_092200Zudem erfordert das Event totale Selbstversorgung, das heißt es gibt keine Verpflegungsstationen und auch keinerlei Markierung der Strecke. Die Strecke muss in höchstens 13,5h bewältigt werden.

Strecke: Pietramurata-Lago di Cavedine-Arco-Passo Ballino-Ponte Arche-Stenico-Madonna di Campiglio-Campo Carlo Magno-
Dimaro-Cles-Tuenno-Denno-Fai della Paganella-Andalo-Molveno See-Sarche-
Pietramurata.

Am Start waren dieses Jahr etwa 60 Radfahrer, darunter recht viele Frauen. Das Wetter versprach wechselhaft zu werden, Regengüsse nicht 20160605_092543ausgeschlossen.Die ersten20160605_105727 Kilometer verlaufen flach, dann der Aufstieg von etwa 600 Hm nach Tenno und zum wunderbar blaugrünen Tennosee. Nach einigen Kilometern Abfahrt geht es an die 300 Hm hinauf in das malerische Dörfchen Stenico. Eine wunderschöne flotte Querung bis fast nach Tione und dann geht es stetig hinauf bis nach Madonna di
Campiglio, am Fuße der Brenta, weltbekannt durch den Alpinen Skiweltcup. Von hier hat man spektakuläre Ausblicke auf die Brentagipfel, wie Cima Tosa, Campanile Basso, … die volle Sicht blieb uns leider  verwehrt durch das wechselhafte Wetter. Ein Regenguss bringt meine Moral auf den Nullpunkt. Die dunklen Wolken

wollen sich nicht verziehen und ich bin sehr schlecht ausgestattet. Wer wird denn bei läppischen 200 Kilometern viel Gepäck mitschleppen, geschweige denn Regenhose oder so … Aber zum Glück verziehen sich die Wolken schnell wieder und die Straße trocknet schnell. Auf dem Campo Carlo Magno, beim Kontrollpunkt, leisten wir uns eine heiße Schokolade, die mir 20160605_123118die Lebensgeister zurückgibt. Vom höchsten Punkt genießen wir eine lange Abfahrt bis fast nach Cles. Leckeres Eis gibt uns dort wieder Kräfte zurück. Vorläufig, denn nach dem Auf und Ab nach Tuenno und Denno folgt nun der psychisch zermürbendste Teil, der Anstieg nach Fai della Paganella, der ganz schön in die Knochen geht. Unvorstellbar, dass der Giro letzte Woche diesen Abschnitt (10km/ 900Hm) mit der dreifachen Geschwindigkeit zurückgelegt hat  wie wir … Unsere letzten Riegel gaben jedenfalls nicht mehr so viel Power her …
Fabio, der irgendwann auf der Steigung zu uns aufgeschlossen hat mit seinen Kollegen, bringt die gute Nachricht, dass es nicht mehr weit ist nach Fai. Geschafft. Aber vom Kontrollpunkt (kein Stempel ist verlangt, sondern eine Frage muss beantwortet und notiert werden. Und jetzt folgt für mich die Zerreißprobe. Ich war der Meinung, dass es jetzt nur noch abwärts geht … Denkste, die Straße führt immer weiter nach oben … Ich habe genug vom Treten. In meinen Gedanken rumort es: Wenn mich diese „kurze“ Rando schon jetzt so anstrengt und auslaugt, wie wird es dann wohl bei der 1001miglia???? Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen. Irgendwann sind wir doch oben und nun folgt eine landschaftlich sehr schöne Abfahrt, vorbei am Molveno-See mit Aussicht auf die Brenta-Gipfel, nun aber von der gegenüberliegenden Seite. Sehr schön dann der Radweg durch die Sarca-Schlucht, den es erst seit kurzem gibt.
Zurück nach Pietramurata, wo auf alle Teilnehmer eine leckerer Nudelteller mit Nachtisch wartet und ein wohlverdientes kühles naturtrübes, na was wohl? ja, Biiiier. Da bediene nach diesen 10 Stunden Fahrt auch
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ich mich, die normalerweise nicht gerne Bier trinkt …

Wieder mal geht ein ausgefüllter Tag zuende, zufrieden fahren wir zurück nach Hause. Ich bin nach dieser Erfahrung immer noch am Hadern: Wie wird das wohl im August, wenn wir täglich dieselben Höhenmeter zurücklegen müssen, aber noch 100 km mehr fahren … und das an fünf aufeinanderfolgenden Tagen und wahrscheinlich bei großer sommerlicher Hitze … Unvorstellbar heute noch …

 

 

Bellissimo il rapporto di Francesco:

 

https://voglioessererandonneur.wordpress.com/2016/06/06/rando-dolomiti-di-brenta/

 

 

4 Kommentare zu „Randonnée delle Dolomiti di Brenta

  1. Klar schaffst Du das! Was Du schon alles gemacht hast. Ist doch gut, auch immer mal wieder zu merken, dass das alles nicht ganz selbstverständlich ist. Um so schöner dann, wenn es rund läuft!

    1. 🙂 – danke, dass du mich „aufbaust“ … ich werde mich bemühen … zunächst steht allerdings noch eine weitere Herausforderung bevor … dann kann ich mich gedanklich wieder auf die 1001miglia konzentrieren: CELTMAN … Hilfeeee! Aber ich hab es ja so gewollt …😉

      1. Hab’s mir angesehen. Holla! Das ist ja auch schon in zwei Wochen – Hilferuf berechtigt! Ist aber bestimmt eine tolle Gegend, durch die Du Dich quälen wirst🙂 Und solange Du dort keinen Fresskorb bekommst, der wäre eventuell in Schottland weniger lecker… 😉

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