MTB

Monte Baldo – Eldorado für Mountainbiker

Hochzeitstag … zwar „erst“ der 24. , aber wir gönnen uns 2 Tage Auszeit am Gardasee, in Malcesine. Wetteraussichten so la la …

Tag 1:
Monte Baldo-Corno della Paura, Brentonico, Altissimostraße, Navene, Malcesine

Tour auf Garmin Connect

1Mit der Seilbahn geht es hoch auf das Monte Baldo-Massiv. Alle halbe Stunde von 8:15 bis 9:15 dürfen die Räder mit zu einem vergünstigten Preis.

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Bis etwa 10 ist der Fahrradtransport möglich, dann erst wieder ab 16:00.
Ein sagenhafter
Blick aus der Gondel auf den See und die umliegende Bergwelt.
Von der Bergstation fahren wir über Forstwege, Trails und Asphaltsträßchen bis zum Corno della Paura. Hier muss ein Mountainbiker einmal k1024_20160917_110809gewesen sein. Ein schöner Trail führt durch in
den Fels gehauene kurzeTunnels, über Felsbänder hoch über dem Etschtal am Hang
entlang. Schützengräben und  Stellungen erinnern an Kriegstage der Dolomitenfront im Ersten Weltkrieg. Der Blick von hier ins Etschtal ist grandios. Zu sehen auch die Sträßchen Peri-Fosse und Sdruzziná, die in drei Wochen fällig sind … (Geburtstag von Musseu). Weiter geht es k1024_20160917_113122
über Forstwege und Sträßchen nach Brentonico
und von dort zunächst in Anstieg auf einer Forststraße und dann in schönem Trail um den Monte Altissimo herum bis auf das Asphaltsträßchen, das von Nago/Torbole heraufführt. Als wir bei der Einfahrt in das Val del Diaol, der berühmt-berüchtigten Downhillstrecke vorbeikommen, bin ich heilfroh, dass ich nicht dort hinunter muss. k1024_20160917_143917(Detail am Rande: vor ein paar Jahren haben sie uns da beim Garda lake raid hinuntergeschickt … Von allen 75 Teamfahrern ist da jedoch niemand gefahren, sondern schön brav mit dem Rad an der Hand 6 Kilometer (!) runtergerannt).  Wir folgen dem Asphalt-Sträßchen noch ein paar Kehren und dann wird es aber trotzdem ernst. Ich hatte schon den ganzen Tag aufgeregt DEM  entgegengefiebert… der Abfahrt nach k1024_20160917_155703Navene.
Werde ich da überhaupt fahren können? Oder
alles zu Fuß zurücklegen? Der Trail beginnt harmlos auf einem netten Waldweg. Aber schon bald wird es steiler und vor allem steiniger. Immer wieder zwingt es mich vom Rad: Steinstufen, kleine Felsbänder, steile Geröllpassagen. Aber dann kommen immer
wieder lange Passagen, die ich auf dem Rad k1024_20160917_155031
bleibe und mir immer mehr zutraue. Ich lasse meinen Vorderreifen durch das geröllige
Material einfach seinen Weg suchen … Trotzdem, ich fahre schneckenhaft langsam, (fast immer) bereit abbremsen zu können. Unten dann der Stolz, es geschafft zu haben,
auch wenn ich sicher an die 20 Mal runter vom Rad bin – allerdings aber freiwillig. Die neuen
Knie-Protektoren kamen auf jeden Fall bei
dieser Tour noch nicht in Bodenkontakt, zum
Glück. Von Navene ging’s dann noch trailig weiter, noch hinauf zum Monte Fubia, dann steil abwärts nach Malcesine.  Das Rieseneis haben wir uns verdient … Trotz Seilbahn-Aufstieg kamen immerhin noch 1700 Hm auf 65 km.
Weitere Bilder am Ende der Seite …

Tag 2:

Malcesine – Castello di Brenzone – Punta Veleno – Prada – Le Ca – Campo – Malcesine

Tour auf Garmin Connect

2k1024_20160918_141609Wollte Hermann nochmal mit der Seilbahn auf den Baldo, so setzte ich meinen Willen
durch, die Punta Veleno-Straße von unten zu befahren. Das hieß in endlosen (19) Kehren über 1000 Höhenmeter zurückzulegen. Die Beine haben dabei keinen Meter Möglichkeit sich auszuruhen, fast durchgängig 16 bis 17% Steigung. Es soll auch Leute geben, die diese mörderische Strecke mit dem Rennrad k1024_20160918_110934meistern. 2012 war es dritte Etappe des Giro del Trentino und jährlich gibt es hier das Extrem race „Gist“. In 37 Minuten schafft  der Rekordhalter  die 8 Kilometer lange Strecke. Wir definitiv nicht. Der Blick auf den See lenkte  auf jeden Fall ab von den Strapazen und dann ein Schwätzchen mit Mikko, den wir unterwegs trafen. Irgendwann sind wir oben. Die Abfahrt hatte ich mit Vorlagen Moser bike k1024_20160918_125526

guide und Gpsies selber zusammengezimmert … Und so war sie auch. Anfangs bequem über Asphalt, nach Prada zweigen wir dann rechts ab. Ein Kilometer schöner Trail, das war es dann auch fürs Erste: es wird steiler, glatt polierte Steine pflastern den Weg. Nachts hatte es geregnet und so war alles dementsprechend glitschig. Ich muss immer wieder vom Rad und k1024_20160918_135422zweifle, ob es auch bei trockenen Verhältnissen
da irgendjemand schafft auf dem Bike zu bleiben. Richtung Le Ca wird es dann fahrbarer (für mich jedenfalls). Bis Campo gibt es teils schmale Trails, teils wieder breitere Wege. Aber auch jetzt zwingen mich steilere Passagen und größere unregelmäßige Steinpflasterungen, in denen sich mein Vorderrad wunderbar verkeilen
kann, immer wieder abzusteigen und ein paar k1024_20160918_140808
Meter zu schieben. Campo, ein verlassenes Dörfchen, durch das wir vor ein paar Jahren mal gewandert waren, liegt vor uns. Aber so verlassen ist es gar nicht mehr. Zwar haben nicht wenige Mauern der Schwerkraft nicht standhalten können, aber mittendrin gibt es eine Einkehrmöglichkeit. Wir fahren weiter wunderschön durch Olivenhaine und sind bald wieder an den Ufern des Sees. (36 km/ 1300Hm)

Weitere Bilder Tag 2:

 

Tag 1:

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