Stoneman Trail Dolomiti Gold

Strecke auf relive und strava

Wie immer erst das Kurzvideo:

18.6.2017 – Ulrich hatte uns da einen Floh ins Ohr gesetzt … Eigentlich …  Wochenende … Stoneman by Roland Stauder? Das Projekt Stoneman hatte schon jahrelang unterschwellig in unseren Köpfe herumgegeistert. „Es gilt fünf Checkpoints zu erreichen, dort ein Armband abzustempeln, einen anspruchsvollen Uphill zu überwinden und einen Singletrail – die sogenannte berüchtigte „Demut-Passage“ auf 2.400 m – zu meistern“ . Es gibt drei Möglichkeiten und zwar die 115 Kilometer und 4000 Höhenmeter-Runde in einem Tag zu absolvieren (gold), in zwei Tagen (silber) oder in drei Tagen (bronze).  Gold/Silber/Bronze??? Die Finisher innerhalb 1 bis 3 Tagen können eine ganz spezielle handgefertigte Trophäre mit einem Stein erstehen in der erstrampelten Farbe. Und wir? Hermann und ich sind uns einig: Versuch „Gold“ oder gar nicht – wir hatten nur einen Tag Zeit. Ich schaute ein paar Videos über die Strecke an … Mir wurde äußerst mulmig, vor allem die 10km Singletrail mit der berüchtigten Demut-Passage ließen mir Angsthase den Puls nach oben schnellen bei den Gedanken da durch zu müssen. Können wir das überhaupt bis Einbruch der Nacht schaffen?

Abholen der Startunterlagen am Abend davor am Info-Point in Sexten bei der Helm-Seilbahn. Wir schlugen unser Nachtlager hier auf. Schreck lass nach, bei beiden MTBs war kurze Zeit nach dem Aufpumpen die Luft aus den schlauchlosen Reifen wieder raus. Projekt schon jetzt zuende? Beim ersten Dämmern gegen 4 Uhr Weckruf und kurz vor 5 Uhr ging es auf die Strecke talauswärts – hoffentlich hielten die Reifen.

Traumhaft das Fahren in den Morgen hinein. Wir überraschten unterwegs Fuchs und Reh. Auf dem Weg zum Marchkinkele hoch über Toblach ging die Sonne auf. Das Panorama– überwältigend! Der Blick auf die Sextner Dolomiten mit den Drei Zinnen im Zentrum, unbeschreiblich, lässt uns die Anstrengungen vergessen.
Hinunter gesaust nach Silian und dann ein mega beschwerlicher 7km-Anstieg auf die Leckfeldalm. Die Beine können keine Sekunde ausrasten, die Steigung auf der Forststraße ist nie unter 13%. Nach einer kurzen Einkehr auf der Alm der nächste Hammer. Mehr oder weniger Fußmarsch bis zur Sillianer-Hütte, die hoch auf dem karnischen Kamm klebt. Das Mittagessen kann ich mir garnicht so schmecken lassen, liegt doch nun der berüchtigte Single Trail über den Höhenweg mit der Demut-Passage vor uns. Die Sorgen verschwinden auf den ersten Trail-Metern. Naja, zigmal Auf- und Absteigen vorprogrammiert, aber wider Erwarten ist das meiste fahrbar. Naja, vielleicht war es auch so, dass ich nach über 3000 Höhenmetern in den Beinen bei manchen Passagen auf dem Bike blieb, einfach aus dem Grund, um „schon wieder Absteigen …“ zu vermeiden, manchmal Stellen, bei denen ich mir sonst dreimal überlegen würde ob fahren oder doch schieben … Dann der dritte Checkpoint der Passo Silvella und ein rasanter Trail hinunter nach Padolà. Der letzte Aufstieg war in Berichten als nicht so schlimm beschrieben worden. Aber ich fand die Steigung hinauf zum Kreuzberg-Pass sehr beschwerlich und auch die paar Kilometer zu den Rotwand-Wiesen bescherten noch einige kraftraubende Momente. Dann aber lag die letzte Abfahrt hinunter nach Sexten vor uns. Ich hatte mich zum Glück schwer getäuscht in der Annahme, dass wir die Rodelbahn wohl im Dunkeln zurücklegen würden. Nach einer reinen Fahrzeit von 9:45 Stunden konnten wir das Foto mit der verdienten Trophäe „gold“ schießen K800_20170618_204011lassen. Die Strapazen waren sofort vergessen … es geistert schon wieder was herum … wie wäre es mit Stoneman Road oder Stoneman Hike??? Oder vielleicht mal ins Erzgebirge an der Grenze Deutschland-Tschechien? Dort wartet der Stoneman Miriquidi mit 165km und 4400Hm … Man wird doch wohl träumen dürfen …?! Ach ja, rückblickend, die Sache mit dem Reifendruck: Es ist zum Glück alles gut gegangen. Hermann musste zwar alle 20 km pumpen und die Milch drückte sich sofort wieder in Bläschen durch die Reifenporen; ich blieb verschont. Wäre auch zu dumm gewesen wegen so einer Bagatelle aufgeben zu müssen.

Mein Video:

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neu
Jemand hat mal geschrieben, du fühlst dich den ganze Tag „wie auf dem Balkon Gottes“ – das Panorama ist auf jeden Fall grandios …

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Das Bierchen auf dem Tisch … bleifrei, ähhh alkoholfrei … beides würde die Beine beschweren … und der Weiterweg … schwer genug auch ohne …

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Die Drei Zinnen genau gegenüber …

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Das must to do … ein Bildchen vom Eingang in die Demut-Passage

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Geschafft, die Trophäe ist schwer verdient, aber unser … Mal sehen, wie viele Steinchen noch folgen werden …, denn für jedes Finish gibt es einen vergoldeten (oder versilberten, …) Stein.

stonem

Hier das offizielle Video:

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